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Aktuelle Information:

    Hier eine exakte Skizze aus dem Bereich Trojedamm südlich von Weidenhausen:
    Das Denkmal "Hirsefeldsteg" (Stadt: "standfest", "nicht marode") muss nicht abgerissen werden.

    Ein neuer Steg kann direkt zum AquaMar gebaut werden mit kürzeren Zugangswegen vom Südviertel her. In der Skizze sind zwei Varianten eingezeichnet. Warum verschweigt die Stadt in der Öffentlichkeite diesen Vorschlag?



    In ausführlicher Darstellung hatte ich mit Schreiben vom 20. November 2006 (und in Teilen schon in den Jahren zuvor) meinen Protest gegen den geplanten Abriss und den Hinweis auf Zerstörung eines historischen Bauwerks
    • der Stadt Marburg (Magistrat und Bauamt)
    • den Fraktionen aller Parteien im Stadtparlament
    • dem Denkmalbeirat, Herrn Schade
    • der Denkmalschutzbehörde, Herrn Baumann

    zugeleitet einschließlich der möglichen Variante "Neuer Steg" direkt zum AquaMar von der Straße "Auf der Weide" aus, beschrieben mit Skizzen usw.

    Von den angeschriebenen Gremien habe ich bis heute keine Antwort erhalten, noch nicht einmal eine Bestätigung, dass sie ein Schreiben von mir erhalten hatten.

    Die Stadt Marburg lehnte jedoch in einem ausführlichen Schreiben vom 26. Januar 2007 rundweg diese Variante ab mit folgenden Begründungen:
  • Der Steg direkt zum AquaMar würde - so die Stadt - 60 % länger werden als der Steg „Hirsefeldsteg“.

    Dazu:
    Es ist aus der oben gezeigten, von Google Earth übernommenen Karte leicht ersichtlich, dass die Entfernung von Uferweg zu Uferweg jeweils die gleiche ist, wenn man die kürzeste Verbindung nimmt. Aber selbst beim Bau des Stegs am AquaMar diagonal über die Lahn (was niemand je tun würde), käme maximal eine zusätzliche Länge von 42 % heraus.

    Berechnung der Diagonale d im rechtwinkligen Dreieck: d² = a² + a². Die Wurzel aus der Zahl 2 ergibt ungefähr 1,42. Ein verlängerter Bau von 60 %, wie ihn die Stadt angeblich bauen will, müsste in Schlangenlinien über die Lahn erfolgen (über die Lahn und wieder zurück und dann nochmals über den Fluss).

  • Der Steg direkt zum AquaMar würde - so die Stadt - 2,0 Mill. Euro kosten.

    Dazu:
    Für den Bau des von der Stadt geplanten Stegs sind 1,3 Mill. Euro angegeben derzeit. In den Kosten ist eine Planung enthalten für einen modernistischen Steg mit Gestaltungselementen von „filigranem Stahlfachwerk“. Auch die Abrisskosten für den alten Hirsefeldsteg müssten in den 1,3 Mill. Euro enthalten sein.

    Ein neuer Steg am AquaMar könnte einfach, rein funktional und deutlich kostengünstiger ohne künstlerische oder künstliche Aufbauten errichtet werden. Die Kosten könnten sich bis auf 1,0 Mill. Euro verringern.

    Auch bei anderen Angaben zeigt sich, dass die Stadt wie bei den beiden angegeben Begründungen mit rein aus der Luft gegriffenen Zahlen operiert. Diese halten keiner Prüfung – alleine schon wenn man den gesunden Menschverstand zu Hilfe nimmt – stand.
Wir bleiben bei unserer Forderung:
  • das Denkmal "Hirsefeldsteg" (der Steg ist standfest und nicht marode) soll erhalten bleiben
  • der Bau einen neuen Stegs direkt zum AquaMar kann einfach, funktional und preisgünstig erfolgen
  • mit den ersparten Abrisskosten könnte für viele Jahre die Pflege des Denkmals (§ 12 Hess. Denkmalschutzgesetz) gewährleistet werden.


Zu: Sendung von hr3 zum Abriss des Stegs am Sonntag, 15. März 2009, 16.45 - 17.15 Uhr


          Am Dienstag, 10. März 2009, fand eine Zusammenkunft von Anhängern des Hirsefeldstegs
          mit einem Teams des Hessischen Fernsehens (HR3 - Studio Kassel) am Hirsefeldsteg statt.
          Eindeutige Aussage aller Anwesenden: der Steg muss bleiben, er gehört unbedingt zum Stadtbild.

          Getroffen mit dem Team von hr3 hatten sich drei aktive Initiativen zur Rettung des Hirsefeldstegs:
  • Initiativgruppe um Karl-Heinz Gimbel, Marburg, seit 1998 gegen den Abriss des Stegs mit Anträgen an den Magistrat und die Denkmalschutzbehörde, mit Pressebeiträgen und Plakatierungen aktiv.
  • Bürgerinitiative "Der Hirsefeldsteg darf nicht abgerissen werden" von Peter Klein, Hanriette Kloepfer und anderen aus dem Stadtteil Weidenhausen. Diese Gruppe hat bereits mehr als 500 Unterschriften in dem Marburger Stadtteil, der am nächsten zum Steg liegt, gesammelt.
  • Dazu die Initiative "Rettet den alten Hirsefeldsteg" um eine seit Jahresbeginn 2009 sehr aktive Studentengruppe mit Peter Schuster. Diese Initiative hat eine eigene Homepage erstellt, mit der ebenfalls Informationen im Internet abgerufen werden können.

                                            www.rettet-den-hirsefeldsteg.de



In dem Report "Herkules aktuell" wurde am Sonntag, 15. März 2009 in hr3 die Sendung gebracht





    Der Beitrag wurde am Sonntag, 15. März 2009, um 16.45 h im Rahmen des Magazins "Herkules aktuell" gesendet.

    In den Tageszeitungen "Oberhessische Presse" und "Marburger Neue Zeitung" sowie auch im "Sonntag Morgen Magazin" wurde das Thema aufgenommen und der Hinweis zu der Fernsehsendung in hr3 gebracht.

    Damit haben wir die Problematik des eventuell bevorstehenden Abrisses eines weiteren Denkmals in Marburg auf die Agenda gebracht. Der immense Zuspruch aus der Bevölkerung für unser Eintreten, dass der Steg erhalten bleibt, ist uns Ansporn, weiter gegen den Abriss zu kämpfen.

    Inzwischen sind wir weiter tätig geworden. Hier eine kleine Übersicht:

    • Informationen der lokalen Presse mit ausführlichen Berichten in der
      • Oberhessische Presse Marburg, Samstag, 28. März 2009
      • Marburger Neue Zeitung, Dienstag, 31. März 2009

    • Mehrere Schreiben mit ausführlichen Informationen an für den Denkmalschutz in Hessen zuständige Stellen mit der Bitte um Unterstützung und vor allem Überprüfung, ob dem historischen Hirsefeldsteg der Denkmalschutz entzogen werden kann (wie von der Stadt behauptet)
      • an den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Herr Prof. Dr. Gerd Weiß, sowie an den Leiter des Landesamtes, Herrn J. Viebrock, Schloss Biebrich, Wiesbaden
      • an die Oberste Denkmalschutzbehörde Hessen, Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Leiter Herr Dr. Reinhard Dietrich, Wiesbaden

    • Schreiben an den
      • Hessischen Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Herrn Staatsminister Dieter Posch, Wiesbaden
      • Herrn Rudolf Seemann, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Abt. Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG, Wiesbaden,

      mit der Bitte, der Stadt Marburg so lange keine der von ihr beantragten GVFG-Gelder zum Abriss des Hirsefeldstegs zur Verfügung zu stellen bis endgültig die Rechtmäßigkeit zur Zerstörung des Denkmals geklärt ist.


    Es darf kein weiteres Bauwerk auf der unrühmlichen

    "Liste der zerstörten Denkmäler Marburgs"

    - beginnend mit dem Wirtshaus an der Lahn - aufgeführt werden.



Der Hirsefeldsteg muss bleiben! (1999)

Die Stadt Marburg plant seit fünf Jahren, den Hirsefeldsteg am Trojedamm abzureißen. An Stelle dieses letzten alten Stegs aus der Zeit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts soll ein "moderner" Steg aus Beton gesetzt werden. Viele Marburger sind mit mir der Meinung: Der Steg darf nicht verschwinden. Marburg hat schon genug Altes und Liebenswertes verloren. Der Steg mit dem Hintergrund Altstadt, Schloss, Rathaus und Pfarrkirche stellt eine Postkartenansicht dar, die unverzichtbar sein sollte.

Steg mit Sicht auf das Schloss im Winter
Hirsefeldsteg am Trojedamm im Winter

Was tun?

Zuerst einmal bitte ich alle, die mit mir der Meinung sind, dass der Steg erhalten werden soll, beim Magistrat und den Parteivertretern zu protestieren. Gleichfalls sollte dies gegenüber den Redaktionen der lokalen Presse (beispielsweise mit Leserbriefen) geschehen.

Im Jahr 1998 - als der Magistrat die neue "moderne" Brücke, verbunden mit dem Abriss des alten Stegs vorstellte - hat es bereits eine Reihe von Protesten in der Presse gegeben. Diesen Leserbriefschreibern sei gedankt.

Hirsefeldsteg bei Hochwasser
Der Steg hat viele Hochwasser-Szenarien überstanden
Foto vom 26. Februar 2002

Aber in der Sache ist noch nichts gewonnen. Folgendes sollte nach meiner Meinung geschehen:

  1. Es sollte eingefordert und der Nachweis verlangt werden, dass der Steg gepflegt und erhalten wird. Angeblich werden jährlich DM 30.000 (= 15.000 Euro) für den Unterhalt aufgebracht. Dies kann nicht der Wahrheit entsprechen. Allein der Augenschein sagt das Gegenteil. Es hat für mich den Anschein, dass die Stadt den Steg bewusst vergammeln lässt, um den Abriss irgendwann unabwendbar zu machen.

    Im Gegensatz zu den Angaben der Stadt Marburg ergeben mir vorliegende Unterlagen (Rechnungsabschlüsse der letzten zehn Jahre der Stadt Marburg), dass deutlich weniger Geld, teilweise überhaupt keine Mittel mehr in den Unterhalt der Brücke gesteckt wurden.

  2. Der Hirsefeldsteg sollte unter Denkmalschutz gestellt werden.
    (Dazu könnte von verschiedenen Interessierten Anträge gestellt werden)

  3. Wenn die Stadt Marburg die finanziellen Mittel hat, den alten Steg abzureißen und eine neue Brücke zu bauen und als Argument angibt, durch Öffnung des neuen Kombi-Bads am Trojedamm ergäben sich größere Nutzerzahlen, dann sollte sie diese finanziellen Mittel in eine neue Brücke einige hundert Meter weiter südlich direkt am neuen Kombi-Bad mit Verbindung zu den Straßen "Auf der Weide" und (verlängerte) "Haspelstraße" (siehe Zeichnung) investieren.

    Allein aus den eingesparten Kosten für den zusätzlich geplanten Abriss des Hirsefeldstegs könnte für mindesten zwanzig Jahre die notwendige Unterhaltung des alten, aber noch nicht abrissreifen Holzstegs finanziert werden.

  4. Mit dem Nichtabriss des alten Hirsefeldstegs und dem Erhalt des Postkartenblicks auf Marburg, verbunden mit einem Neubau eines Stegs zur direkten Anbindung an das Kombi-Bad wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und dies ohne zusätzliche Kosten !!!





Nachtrag aus dem Jahr 2006

Nachdem endlich Reparaturarbeiten am Steg durchgeführt wurden (mehr als 10 Jahre wurde nichts getan!), berichtete die Presse erneut über den Steg.

Von meiner Seite aus schrieb ich im November 2006 bez. der Frage "Denkmalschutz für den Steg" an den Leiter der Denkmalschutzbehörde in Marburg, Herrn Baumann. Bereits 2002 hatte ich an ihn den schriftlichen Antrag gestellt, den Steg unter Denkmalschutz zu stellen, wenn dies bereits noch nicht geschehen wäre. Ich bekam keine schriftliche und auch keine mündliche Antwort. Auf meinen neuen Antrag vom November 2006 erhielt ich folgende Antwort:

Zitat:
"Sehr geehrter Herr Gimbel, nach meiner Erinnerung habe ich mit Ihnen einmal persönlich gesprochen, offensichtlich ist es bei Ihnen nicht so nachhaltig angekommen, dass der Hirsefeldsteg bereits als Teil der Gesamtanlage dort unter Denkmalschutz steht. Die Stadt repariert ihn zur Zeit. Was die Zukunft dort bringt, kann ich nicht beurteilen. Ich werde mich zur gegebenen Zeit, nach Rücksprache mit Herrn Kulle mit Ihnen in Verbindung setzen."

Es ist daher die Frage, ob die Politiker und Verantwortlichen überhaupt den Aspekt, dass die "Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht" mit dem geplanten Abriss zur Kenntnis genommen hatten.

Darauf hin habe ich eine Initiative gestartet, den Steg zu erhalten und - wie in der Skizze oben sichtbar - als Alternative mit dem offenbar vorhandenen finanziellen Mitteln einen neuen Steg direkt zum neuen Kombibad zu erstellen. Das Schreiben habe ich gerichtet an:
  • Herrn Oberbürgermeister Vaupel
  • Herrn Kulle, Bauamt
  • Fraktionen der Stadtverordneten SPD, CDU, Bündnis90/Grüne, MBL, FDP
  • Herrn Schade, Vors. Denkmalschutzbeirat
und nachrichtlich an:
  • Redaktion OP Marburg
  • Redaktion MNZ Marburg
Über die Reaktionen werde ich zu gegebener Zeit hier berichten.


Zu Informationen, was alles im Jahr 2009 geschehen ist und getan wurde, bitte oben klicken
bei "Hirsefeldsteg-Rettungsversuch"