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Aktuelle Information:
Zu: Sendung von hr3 zum Abriss des Stegs am Sonntag, 15. März 2009, 16.45 - 17.15 Uhr
Am Dienstag, 10. März 2009, fand eine Zusammenkunft von Anhängern des Hirsefeldstegs
mit einem Teams des Hessischen Fernsehens (HR3 - Studio Kassel) am Hirsefeldsteg statt.
Eindeutige Aussage aller Anwesenden: der Steg muss bleiben, er gehört unbedingt zum Stadtbild.
Das Ziel war, in der Sendung "Herkules aktuell" am Sonntag, 15. März 2009, 16.45 - 17.15 h
eine Reportage über Pro und Kontra "Abriss des Hirsefeldstegs" in Fernsehen hr3 zu bringen.
Einzelne aktive Gegner wurden interviewt, anschließend der Betreiber des Abrisses, Bürgermeister Dr. Kahle.
Außerdem wurde an Passanten - wie schon an den Wochenenden zuvor - Handzettel verteilt mit der Bitte,
Protest gegen den Abriss beim Magistrat der Stadt Marburg einzulegen.
Der Hirsefeldsteg muss bleiben! (1999)
Die Stadt Marburg plant seit fünf Jahren, den Hirsefeldsteg am Trojedamm abzureißen.
An Stelle dieses letzten alten Stegs aus der Zeit der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts
soll ein "moderner" Steg aus Beton gesetzt werden. Viele Marburger sind mit mir
der Meinung: Der Steg darf nicht verschwinden. Marburg hat schon genug Altes und
Liebenswertes verloren. Der Steg mit dem Hintergrund Altstadt, Schloss, Rathaus und
Pfarrkirche stellt eine Postkartenansicht dar, die unverzichtbar sein sollte.
Hirsefeldsteg am Trojedamm im Winter
Was tun?
Zuerst einmal bitte ich alle, die mit mir der Meinung sind, dass der Steg
erhalten werden soll, beim Magistrat und den Parteivertretern zu protestieren.
Gleichfalls sollte dies gegenüber den Redaktionen der lokalen Presse
(beispielsweise mit Leserbriefen) geschehen.
Im Jahr 1998 - als der Magistrat die neue "moderne" Brücke, verbunden mit
dem Abriss des alten Stegs vorstellte - hat es bereits eine Reihe von Protesten
in der Presse gegeben. Diesen Leserbriefschreibern sei gedankt.
Der Steg hat viele Hochwasser-Szenarien überstanden
Foto vom 26. Februar 2002
Aber in der Sache ist noch nichts gewonnen. Folgendes sollte nach meiner
Meinung geschehen:
- Es sollte eingefordert und der Nachweis verlangt werden, dass
der Steg gepflegt und erhalten wird. Angeblich werden jährlich DM 30.000
(= 15.000 Euro) für den Unterhalt aufgebracht. Dies kann nicht
der Wahrheit entsprechen. Allein der Augenschein sagt das Gegenteil. Es hat für
mich den Anschein, dass
die Stadt den Steg bewusst vergammeln lässt, um den Abriss irgendwann unabwendbar
zu machen.
Im Gegensatz zu den Angaben der Stadt Marburg ergeben mir vorliegende Unterlagen
(Rechnungsabschlüsse der letzten zehn Jahre der Stadt Marburg), dass deutlich
weniger Geld, teilweise überhaupt keine Mittel mehr in den Unterhalt
der Brücke gesteckt wurden.
- Der Hirsefeldsteg sollte unter Denkmalschutz gestellt werden.
(Dazu könnte von verschiedenen Interessierten Anträge gestellt werden)
- Wenn die Stadt Marburg die finanziellen Mittel hat, den alten Steg abzureißen und eine neue Brücke zu bauen
und als Argument angibt, durch Öffnung des neuen Kombi-Bads am Trojedamm
ergäben sich größere Nutzerzahlen,
dann sollte sie diese finanziellen Mittel in eine neue Brücke
einige hundert Meter weiter südlich direkt am
neuen Kombi-Bad mit Verbindung zu den Straßen "Auf der Weide" und (verlängerte)
"Haspelstraße" (siehe Zeichnung) investieren.
Allein aus den eingesparten Kosten für den zusätzlich geplanten Abriss des Hirsefeldstegs könnte
für mindesten zwanzig Jahre die notwendige Unterhaltung des alten, aber noch nicht
abrissreifen Holzstegs finanziert werden.
- Mit dem Nichtabriss des alten Hirsefeldstegs und dem Erhalt des
Postkartenblicks auf Marburg, verbunden mit einem Neubau eines Stegs zur direkten Anbindung
an das Kombi-Bad wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Und dies ohne
zusätzliche Kosten !!!
Nachtrag aus dem Jahr 2006
Nachdem endlich Reparaturarbeiten am Steg durchgeführt wurden (mehr als 10 Jahre wurde nichts getan!),
berichtete die Presse erneut über den Steg.
Von meiner Seite aus schrieb ich im November 2006 bez. der Frage "Denkmalschutz für den Steg"
an den Leiter der Denkmalschutzbehörde in Marburg, Herrn Baumann. Bereits 2002 hatte ich an ihn den schriftlichen Antrag gestellt, den Steg unter Denkmalschutz zu stellen, wenn dies bereits noch nicht geschehen wäre. Ich bekam keine schriftliche und auch keine mündliche Antwort. Auf meinen neuen Antrag vom November 2006 erhielt ich folgende Antwort:
Zitat:
"Sehr geehrter Herr Gimbel, nach meiner Erinnerung habe ich mit Ihnen einmal persönlich gesprochen, offensichtlich ist es bei Ihnen nicht so nachhaltig angekommen, dass der Hirsefeldsteg bereits als Teil der Gesamtanlage dort unter Denkmalschutz steht. Die Stadt repariert ihn zur Zeit. Was die Zukunft dort bringt, kann ich nicht beurteilen. Ich werde mich zur gegebenen Zeit, nach Rücksprache mit Herrn Kulle mit Ihnen in Verbindung setzen."
Es ist daher die Frage, ob die Politiker und Verantwortlichen überhaupt den Aspekt, dass die "Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht" mit dem geplanten Abriss zur Kenntnis genommen hatten.
Darauf hin habe ich eine Initiative gestartet, den Steg zu erhalten und - wie in der Skizze oben sichtbar -
als Alternative mit dem offenbar vorhandenen finanziellen Mitteln einen
neuen Steg direkt zum neuen Kombibad zu erstellen. Das Schreiben habe ich gerichtet an:
- Herrn Oberbürgermeister Vaupel
- Herrn Kulle, Bauamt
- Fraktionen der Stadtverordneten SPD, CDU, Bündnis90/Grüne, MBL, FDP
- Herrn Schade, Vors. Denkmalschutzbeirat
und nachrichtlich an:
- Redaktion OP Marburg
- Redaktion MNZ Marburg
Über die Reaktionen werde ich zu gegebener Zeit hier berichten.
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